Welch dichter, bewegender Frühling! Den Auftakt machte das Debüt des Aris Quartetts in Dänemark mit Konzerten in Aarhus und Kopenhagen, wo das Ensemble zugleich sein 1000. (!) Konzert feiern durfte – was für ein intensives Erlebnis und eine schöne Belohnung für mittlerweile 17 Jahre gemeinsame Arbeit!
Mitte März stand das Quartett beim Heidelberger Frühling dann gleich mehrfach auf der Bühne der frisch renovierten Stadthalle – kammermusikalisch mit dem Pianisten Fabian Müller ebenso wie gemeinsam mit der „Trinity Sinfonia".
Die Elbphilharmonie Hamburg bescherte dem Ensemble zudem eine besondere Premiere: Erstmals musizierte es mit der Saxophonistin Asya Fateyeva in einem ungewöhnlichen, aber überaus spannenden Programm – und die Elbphilharmonie ist ohnehin immer einen Besuch wert! Und damit nicht genug: In Duisburg erwartete das Quartett beim Eigenzeit-Festival ein Crossover-Projekt, bei dem es sich gemeinsam mit der Sängerin Kamalini Mukherji, dem Mandolinisten Avi Avital und indischen Musizierenden in neuen Bearbeitungen den Liedern Rabindranath Tagores widmete – eine faszinierende, transkulturelle Erfahrung!
Doch der Frühling brachte auch eine äußerst traurige Nachricht: Der plötzliche Tod unseres langjährigen Quartettlehrers und Mentors Günter Pichler hat uns tief getroffen. Besonders während unserer Studienzeit in Madrid hat er uns musikalisch und menschlich geprägt wie kaum ein anderer – wir verdanken ihm unendlich viel und werden ihn von Herzen vermissen.
Gefilmt im Wiener Rasumowsky-Palais – jenen Räumen, in denen Beethovens Opus 59 einst für seinen Auftraggeber Graf Rasumowsky entstand – spielt das Aris Quartett alle drei „Rasumowsky“-Quartette an ihrem historischen Schauplatz. Die 1806 komponierten Werke sprengten den bisherigen Rahmen des Genres: weit ausgreifend, kühn strukturiert und von neuer emotionaler Spannweite. Das preisgekrönte Aris Quartett vollendet präzises Zusammenspiel mit klanglicher Intensität und lässt Musik erklingen, die das Streichquartett nachhaltig veränderte. Premiere:
Samstag, 07.02., 20.00 Uhr- exklusiv auf STAGE+